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In unserem Alltagsgeschäft erleben wir immer wieder, dass das Thema „Richtiges Handeln bei Notfällen am Arbeitsplatz“ häufig zu kurz kommt. Sicherlich auch, weil sie glücklicherweise eher selten auftreten. Allerdings ist es dann umso wichtiger, dass jeder vorbereitet ist und weiss, was zu tun ist. Die nachfolgenden „Basics“ dienen als Anreiz, das Vorgehen für erste Hilfe Massnahmen in Ihrem Betrieb oder bei Ihrem Arbeitgeber zu prüfen.

Umfragen ergeben, dass sich die meisten Mitarbeitenden zwar vor Gefahren sicher fühlen, aber nicht konkret wissen, was im Notfall zu tun ist. Nicht nur diese Ergebnisse, sondern auch die eigene betriebliche Sicherheit sind Grund genug dafür zu sorgen, dass die Mitarbeitenden gut vorbereitet sind. Die Verordnung  3 zum Arbeitsgesetz (ArGV 3) regelt die besonderen Pflichten des Arbeitgebers und schreibt diesem in Artikel 3 vor:

Der Arbeitgeber muss dafür sorgen, dass die Massnahmen des Gesundheitsschutzes in ihrer Wirksamkeit nicht beeinträchtigt werden; er hat sie in angemessenen Zeitabständen zu überprüfen.

Um sicherzustellen, dass die Mitarbeitenden im Notfall richtig agieren, empfiehlt es sich daher, regelmässig Informationsveranstaltungen durchzuführen oder die Mitarbeitenden mit Informationsmaterial auszurüsten. Die Notfallkontakte mit den Anweisungen zum richtigen Verhalten im Notfall sollten so angebracht sein, dass diese gut sichtbar und präsent sind.

Eine gute Adresse für erste Informationen ist das SECO (Staatssekretariat für Wirtschaft). Auf der Homepage wird ein Muster-Notfall-Kompendium zur Verfügung gestellt. Dieses Handbuch gibt sofortige Hilfestellung, bei welchem Ereignis was zu tun ist und kann individuell auf die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst werden. Neben den Grundsätzen wie Alarmierungsregeln, den W-Fragen und den Angaben über die Ersthelfer und Sanitätseinrichtung enthält es ebenfalls eine Handlungsanweisung  für seltene, aber nicht zu vernachlässigende Ereignisse, wie das Öffnen von verdächtigen Sendungen oder das Verhalten bei einer telefonischen Drohung. Dennoch sollten aber auch Ereignisse wie Naturkatastrophen nicht ausser Acht gelassen werden, auch wenn diese glücklicherweise nicht zum Alltag gehören.

Neben dem zur Verfügung stellen dieser hilfreichen Informationen muss der Arbeitgeber  auch sicherstellen, dass in medizinischen Notfällen entsprechend erste Hilfe geleistet werden  kann. Das SECO hat eine  TopTen-Liste der Notfälle veröffentlicht, auf welche der Arbeitgeber vorbereitet sein sollte.

 (SECO, 2017)

Die Anschaffung von Sanitätsmaterial  ist für alle Betriebe  somit unumgänglich. Bei der Wahl der passenden Ausrüstung sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Ihre Betriebsgrösse
  • Mögliche Gefahren in Ihrem Unternehmen
  • Standort des nächstgelegenen Rettungsdienstes
  • Ausbildungsstand der Ersthelfer / Betriebsanitäter

Bei der Beratung stehen auch die Unfallversicherungen gerne zur Seite und stellen, oft  sogar kostenlos, Infomaterial und Erste-Hilfe Sortimente zur Verfügung. Es lohnt sich, zuerst dort nachzufragen, da das Angebot für Notfallausrüstung vom Notfallrucksack über frei zugängliche Notfallkästen bis zum Defibrillator reicht. Deshalb ist es wichtig, sich im Voraus gründlich Gedanken über die Bedürfnisse des eigenen Betriebs zu machen. Ist das Sanitätsmaterial dann vor Ort, muss der Arbeitgeber sicherstellen, dass es stetigen Kontrollen unterzogen wird, um Haltbarkeit und Vollständigkeit zu gewährleisten.

Wenn sich dann die Frage stellt, wo das Sanitätsmaterial am besten gelagert wird, kommt sicherlich auch die Frage nach einem Sanitätsraum auf. Die Grundlagen und die Pflicht des Arbeitgebers Erste Hilfe sicherzustellen und die Ersthelfer zu benennen und auszubilden, finden sich in den Verordnungen zum Arbeitsgesetz (vgl. hierzu u.a.: ARGV 3, Art. 36). Aber auch hier empfiehlt es sich,   entsprechende Beratungsstellen miteinzubinden, um die Gegebenheiten des Betriebes richtig abzudecken. Neben dem SECO bieten das Schweizerische Rote Kreuz (SRK), die Schweizerische Vereinigung für Betriebssanität (SVBS), der Schweizerische Samariterbund (SSB) und die SUVA beratende Unterstützung.

Das beste Sanitätsmaterial nützt allerdings nichts, wenn sich niemand verantwortlich fühlt, oder schlimmer noch, niemand tatsächlich Erste Hilfe leisten kann! Als Ziel finden sich Richtwerte, so viele Personen auszubilden und in die Erste Hilfe einzubinden, dass zu Betriebszeiten innert 3 Minuten nach dem Ereignis mindestens zwei Erste-Hilfe-Personen am Ereignisort eintreffen (Quelle: SECO).  Sanitätsmaterial und die Sanitätsräume sollten mit den international gebräuchlichen Symbolen (z.B. weisses Kreuz auf grünem Grund) für jeden sofort erkennbar sein.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass für dieses äusserst umfangreiche Thema keine Pauschalaussage getroffen werden kann. Es bedarf ausgiebiger Recherche und Beratung, daher sollte man auch nicht davor zurückschrecken, externe Beratungsstellen und Spezialisten auf diesem Gebiet einzubinden. Gerne unterstützen wir Sie bei Fragen rund um dieses Thema und helfen Ihnen geeignete Partner für die Umsetzung eines Sicherheitskonzepts zu finden.

Autorin: Stefanie Renger, Leiter HR-Services

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