Temporärarbeit – und was Sie dazu wissen sollten

Lange Zeit hatte die Temporärarbeit einen etwas „verpönten“ Ruf. Doch in den letzten Jahren hat sich dies aufgrund wirtschaftlicher und sicherlich auch konjunktureller Aspekte stark verändert. Denn Studien belegen deutlich, dass die Temporärarbeit in der Schweiz immer wichtiger wird. Von 1993 bis 2008 vervierfachte sich die Zahl der Temporärarbeitenden auf über 280‘000. Damit ein Temporäreinsatz für alle Parteien optimal verläuft, gibt es einige wesentliche Punkte zu berücksichtigen. Gerne möchten wir Sie hiermit über die wichtigsten Vertragsbestandteile und Inhalte informieren und Ihnen einen Einblick geben.

Wann und warum macht Temporärarbeit für Sie als Arbeitgeber Sinn und was sind die Chancen?

v  Mitarbeiter können „just in time“ abgerufen werden

v  Hohe Flexibilität bei gleichzeitiger Reduktion der Personalkosten

v  Anpassung Ihres Personalbedarfs an das tatsächliche Arbeitsvolumen

v  Qualifizierte Mitarbeiter für allerhöchste Leistungsstandards

v  Wissenserweiterung Ihres Stammpersonals

Mit temporären Mitarbeitern reagieren Sie jederzeit optimal auf einen schwankenden Personalbedarf, welcher bei plötzlicher Mehrarbeit, urlaubs- und krankheitsbedingten Ausfällen oder Monatsabschlüssen entstehen kann.

Ein Einsatz erfolgt aufgrund einer Vakanzmeldung mit einem festgelegten Anforderungsprofil sowie einem Zeithorizont. Wichtig ist die rasche Verfügbarkeit der einzusetzenden Mitarbeiter, sowie deren Qualifikationen. Zudem stellen wir fest, dass sogenannte Softfaktoren (Sozialkompetenzen/Persönlichkeit) ebenfalls eine immer grössere Rolle bei der Auswahl des bestpassenden Kandidaten spielen.

Für die gesamte Dauer der Beschäftigung des temporären Mitarbeiters haben Sie bei der ProPers AG einen festen Berater. Er unterstützt und berät Sie bei allen relevanten Anfragen. Da es sich bei der Temporärarbeit um ein Dreiecksverhältnis handelt, ist die ProPers AG während der Einsatzdauer der Arbeitgeber. Dieses Verhältnis wird durch einen individuellen Einsatzvertrag sowie Rahmenvertrag geregelt. Zwischen der ProPers AG und der Einsatzfirma gibt es ebenfalls einen Vertrag (Verleihvertrag), welcher weitere Details enthält. Demzufolge wird die temporäre Arbeitskraft während der Einsatzdauer sozusagen der Einsatzfirma „ausgeliehen“.

 

Was regeln die Verträge:

  • Der Gesamtarbeitsvertrag (GAV) Personalverleih: Hier werden alle nicht variablen Punkte geregelt. Hierzu gehören Bestandteile wie Sozialversicherungen, Ferien und Feiertage, Kündigung, Weiterbildung sowie Rechte und Pflichten. Dieser GAV ist seit 1. 1. dieses Jahres in Kraft und die ProPers AG hat diesen bereits in allen Punkten umgesetzt. Mehrheitlich geht es um eine Verschärfung der Arbeitnehmerschutzregelungen.
  • Der Einsatzvertrag: Dieser regelt alle Punkte, die individuell festgelegt werden. Dazu gehören der vereinbarte Stundenlohn, allfällige Spesenregelungen sowie der Einsatzbeginn, die Einsatzdauer und Details zur Einsatzfirma.
  • Die Entlöhnung: Sie erfolgt jeweils im Stundentarif. Der Stundentarif wird für jeden Einsatz neu abgemacht und im Verleihvertrag festgehalten. Dies ermöglicht der Einsatzfirma eine saubere Kalkulation. Bei gewissen Berufsgruppen gibt es minimale Stundenansätze, welche selbstverständlich berücksichtigt werden müssen.
  • Die Auszahlung erfolgt in der Regel wöchentlich aufgrund der effektiv geleisteten Arbeitsstunden, welche in einem Wochenrapport notiert und vom direkten Vorgesetzten in der Einsatzfirma visiert wird. Anhand dieser Rapporte wird dann die Rechnung erstellt.
  • Spesen werden nur für effektiv mit dem Arbeitseinsatz verbundene Auslagen entrichtet und müssen mit einem Beleg angefordert werden. Hier gelten jeweils die Regelungen bzw. das Spesenreglement der Einsatzfirma oder des entsprechenden Branchen-GAV.
  • Die Ferien werden in Form einer Ferienentschädigung ausgerichtet und auf der Lohnabrechnung separat ausgewiesen. Der Ferienanspruch ist altersabhängig.  Das Ferienkonto wird durch die ProPers AG geführt und verwaltet. Ebenfalls gilt dies für den 13. Monatslohn, welcher nun als fester Bestandteil integriert wurde.
  • Kinder- und Familienzulagen werden gemäss kantonaler Regelungen des Einsatzortes und dem Bundesgesetz über die Familienzulage entrichtet.
  • Die Arbeitnehmenden haben nach Ablauf von 13 Wochen Anspruch auf die Entschädigung für den Lohnausfall für alle einem Sonntag gleichgestellten offiziellen Feiertage, die auf einen Werktag fallen.
  • Der komplette administrative Aufwand, wie beispielsweise die Anmeldung bei den Sozialversicherungen etc. wird durch die ProPers AG übernommen und somit wird ein reibungsloser Ablauf garantiert.
  • Das Risiko bezüglich Krankheit und Unfall wird auf die ProPers AG überwälzt und die gesamte Administration entfällt somit.
  • Das befristete Arbeitsverhältnis endet grundsätzlich mit Ablauf der vereinbarten Dauer. Bei unbefristeten Einsätzen gilt: 2 Arbeitstage während der ersten 3 Monate, 7 Tage vom 1. bis und mit 6. Monat, ab dem 7. Monat beträgt die Kündigungsfrist jeweils einen Monat.

 

Was gilt es nach einem Einsatz zu berücksichtigen:

Bei den Versicherungen ist es so, dass der Arbeitnehmer für einen Zeitraum von  max. 30 Tagen nach Beendigung des Einsatzes noch versichert (Krankheit und Unfall) ist. Wenn dieser eine feste Stelle antritt, muss nichts unternommen werden, da er in diesem Fall durch den neuen Arbeitgeber versichert wird. Wenn dieser aber nicht weiterarbeitet, empfehlen wir eine Besprechung mit dem eigenen Versicherungsberater.

Wenn der Arbeitnehmer während des Einsatzes BVG-pflichtig war, so muss er seine Freizügigkeitsleistungen übertragen lassen. Diese erfolgt entweder auf die Kasse des neuen Arbeitgebers oder wenn dieser nicht weiterarbeitet, auf ein Freizügigkeitskonto bei einer Bank oder Versicherung.

Zudem besteht ein Anspruch auf ein Arbeitszeugnis bzw. eine Arbeitsbestätigung. Nach Rücksprache und Qualifikation der Einsatzfirma stellen wir dies für Sie aus.

Sollten Sie noch weitere Fragen haben, dann stehen Ihnen unsere Personalberater gerne zur Verfügung.

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