March, 2011

Führungscoaching

Ich bin in der ProPers AG zuständig für den Bereich Personalentwicklung. Eine nachhaltige Personalentwicklung heisst für mich, eine Auswahl von etablierten Instrumenten zur Diagnose von Entwicklungspotentialen zur Verfügung zu haben, um dann mit den Erkenntnissen dessen was möglich ist, gemeinsam mit dem Teilnehmer Möglichkeiten zur Umsetzung zu entwickeln. Das Ausloten von Chancen und Risiken verschiedener Wege, die Unterstützung bei der Entscheidungsfindung und das Coaching bis hin zur Realisierung,  runden mein Verständnis einer effektiven und effizienten Personalentwicklung ab.

Als Dozentin an der Höheren Fachschule für Wirtschaft unterrichte ich die Fächer „Personalführung und Leadership“. Es ist meine Überzeugung, dass es sich bei Führung um eine der anspruchsvollsten und komplexesten Tätigkeiten überhaupt handelt, wobei es niemals einfache Rezepte für alle Herausforderungen geben kann. Zielsetzung muss demnach sein, sich ein Repertoire an verschiedenen Handlungsstrategien aufzubauen, die  je nach Situation angemessen eingesetzt werden können. Es stellt sich dabei für mich immer wieder die Frage: „Wie kann ich die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse, durch handhabbare Methoden in den Alltag gewährleisten und vereinfachen?“.

In der Auseinandersetzung mit dem Aspekt der Umsetzung von Führungskompetenzen in den beruflichen Alltag, kam mir der Gedanke für das Konzept eines Führungscoachings. Ich wusste aus der beruflichen Erfahrung, dass insbesondere die Übernahme der ersten Rolle als Führungskraft, und hierbei vor allen die erste Phase in der neuen Position, von besonderer Bedeutung ist. Die junge Führungskraft wird genau beobachtet und muss sich mehr als alle anderen Mitarbeiter an Regeln und Abmachungen halten. Oft kämpft sie mit Rollenkonflikten. Früher einfach Teamkollege, wird sie nun als „Chef“ wahrgenommen, sie selbst möchte im Team weiter als Kollege gelten und wird unter Umständen einfach geblockt. Wie geht man konstruktiv mit solchen Herausforderungen um? Wie geht man überhaupt mit den unterschiedlichen Erwartungen von Kunden, Mitarbeitern, Vorgesetzen und Kollegen um? Dies sind die klassischen Fragen am Anfang eines Führungscoachings.

Aus diesen Überlegungen ist das Konzept für ein „100 Tage Führungscoaching“ entstanden. Der Name ist angelehnt an die Politik, wo einem neuen Amtsträger nach Übernahme des Amtes 100 Tage zugestanden werden, bevor er oder sie einer ersten Einschätzung standhalten müssen.

Während der ersten Monate hat eine Führungskraft 10 Coachingsitzungen zur Verfügung, die, je nachdem was der Teilnehmer gerade für wichtig hält, einen individuellen Schwerpunkt haben. Entweder in Form von Prozessunterstützung zu Themen aus dem Alltag oder in Form einer Auseinandersetzung mit der eigenen Person bzw. dem eigenen Arbeitsstil. Ergänzt werden kann der Prozess durch Selbsterkenntnis mittels Assessmentinstrumente, die eine Einschätzung im Vergleich zu Normwerten erlauben und derart eine weitere Orientierung liefern. Des Weiteren sind gleichzeitig theoretische Schwerpunkte vorgesehen, die im Gespräch vertieft werden, mit dem Ziel, individuelle Umsetzungsstrategien zu entwickeln. Beispiele hierfür sind Themen wie Teamsitzungen leiten, Gruppenprozesse kennen und nutzen, Konflikte im Team lösungsorientiert angehen, Motivation oder Demotivation, Umgang mit Verweigerung von Aufträgen, Kritik und Anerkennung, Leitbild und Rollen als Führungskraft, sowie Simulation einer Wochenplanung, um Selbst- und Zeitmanagement zu optimieren.

Die eigene anfängliche Skepsis, inwiefern ein derart hoch gestecktes Ziel erreichbar sein würde, war unbegründet. Ich durfte diese Dienstleistung bereits mehrfach im Auftrag von Firmen- und Privatkunden anbieten und erhalte auch nach Zeitabständen von mehr als einem Jahr sehr positives Echo von Teilnehmern sowie von Auftraggebern. Die Nachfrage und Weiterempfehlung bestehender Kunden bedeutet eine hohe Verpflichtung und ist gleichzeitig ein zusätzlicher Ansporn, die bestehende Dienstleistung laufend zu verfeinern.

Hätten auch Sie Interesse an einem unverbindlichen Gespräch? Sehr gerne nehmen wir uns Zeit dafür.

Monika Walther
Personalentwicklung

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