Social Media Networks: Fluch oder Segen?

Wie war das eigentlich damals als wir noch kein Internet hatten? Man kann sich kaum erinnern und alle nach 1980 Geborenen sind bereits mit Internet aufgewachsen. Durch das World Wide Web scheint die Welt klein, überschaubar und greifbar geworden zu sein. Aber das tollste daran: Informationen sind schneller zugänglich als wir denken können und das erst noch zum Nulltarif. Auch im Geschäftsalltag ist das Internet nicht mehr wegzudenken. Wie aber steht es um die in den vergangenen Jahren stark gewachsenen Social Media Networks?

Facebook & Co. und deren Nutzung am Arbeitsplatz oder deren Einsatz für Geschäftszwecke ist umstritten. Geschäftsführer und HR-Verantwortliche sind gefordert, sich nicht nur mit den neuen Technologien auseinanderzusetzen, sondern sich auch mit den Veränderungen der damit einhergehenden Net Generation zu befassen und im Personalmanagement zu berücksichtigen. Wieviele Digital Natives, Homo zappiens und Generation Y Mitarbeiter beschäftigen Sie in Ihrem Unternehmen?

Ein Digital Native chattet, twittert, bloggt und spielt, er betrachtet das Netz als selbstverständlichen Teil seines Lebensraums und macht dabei keinen Unterschied zwischen virtueller und physischer Welt. Der „Eingeborene“ produziert Informationen, Meinungen, Videos, stellt diese zur Schau und steht in ständigem Austausch mit Gleichgesinnten. Grösstenteils handelt es sich dabei um nach 1980 Geborene. Nur weil jemand aber jung ist, hat er noch lange nicht bestimmte Merkmale. Trotzdem lassen sich bei unter 12-jährigen klare Tendenzen in diese Richtung erkennen. Synoyme sind Net Generation, Homo zappiens und Generation Y.

Im Gegensatz dazu steht der Digital Immigrant. Der „Eingewanderte“ war sich noch gewohnt für Recherchen in die Bibliothek zu gehen und macht einen deutlichen Unterschied zwischen dem Offline- und Online-Raum. Zudem legt er viel grösseren Wert auf Privatsphären- und Datenschutz. Er hat noch gelernt, dass man das, was man weiss, für sich behält, um daraus einen Wettbewerbsvorteil zu ziehen.

Wenn diese beiden Generationen in der Arbeitswelt aufeinander treffen liegen Konflikte auf der Hand. Während die ältere Generation eher überreagiert, wenn es um die Bewertung der Risiken des freien Austauschs in den neuen Medien geht, stösst dies bei jungen Menschen auf Unverständnis. Die Kunst ist es nun im Unternehmen die richtige Balance zu finden und beiden Anspruchsgruppen gerecht zu werden.

Die Sperrung von Web 2.0 Plattformen wie Facebook, XING, LinkedIn gewähren keine Sicherheit, dass der Mitarbeiter sich während der Arbeitszeit nicht darin herumtummelt. Wem der Zugang in seine sozialen Netzwerke wichtig ist, nutzt dafür sein Mobile – was mit grösster Wahrscheinlichkeit dann auch ein i-phone ist. Viel mehr verschliesst man sich damit die Möglichkeit die Net Generation zu wirtschaftlichen Zwecken im Unternehmen einzubinden, was als einer der grössten Motoren von Veränderung und Innovation in der Wirtschaftswelt der Zukunft gilt. Ja, die Homo zappiens sind anders oder tun einige Dinge anders, aber sie sind deswegen noch lange keine Ausserirdischen.

Im Personalmanagement werden die beiden Gruppen als unterschiedliche Zielgruppen behandelt. Sei dies in der Rekrutierung, weil der Medienwandel sich auf die Stellenausschreibungen auswirkt, aber auch mit Erwartungen, die an ein Unternehmen gestellt werden. Work-Life-Balance und Mobilität sind hier die Schlagworte. Es soll möglich sein am Freitag auch mal mit dem Laptop zuhause zu arbeiten, denn schlussendlich muss einfach der Job erledigt sein. Es lohnt sich also, sich für die Generation Y zu wappnen, zu definieren welche Wünsche und Erwartungen erfüllt werden können, ohne abzublocken und sich neuen Ideen gegenüber zu verschliessen. Ist der Rahmen gesetzt ist es wichtig, dies in einem Reglement verbindlich festzuhalten. Die ProPers Mitarbeiter unterstützen Sie gerne dabei.

Zum Seitenanfang